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SUPERPIPE DEW CUP GEHT AN JOSSI WELLS

EIN FÜNFTER PLATZ BEIM DEW TOUR-FINALE AM MT. SNOW SICHERTE JOSSI WELLS DIE GESAMTWERTUNG IN DER SUPERPIPE. DER 21-JÄHRIGE KOMPLETTIERTE DEN TRIUMPH DES ATOMIC FREESKI TEAMS, NACHDEM SICH SEIN TEAMKOLLEGE ANDREAS HÅTVEIT BEREITS ZUVOR IM SLOPESTYLE DURCHGESETZT HATTE.

Vor dem Finale der Winter Dew Tour in Mt Snow, Vermont, der wichtigsten Event-Serie im Freeskiing mit landesweiter Übertragung im amerikanischen Fernsehen, saß ein Fahrer komfortabel auf dem Spitzenplatz der Superpipe-Wertung. Jossi Wells aus Neuseeland war beim Tour-Auftakt in Breckenridge, Colorado, Zweiter geworden und hatte anschließend den Event in Snowbasin, Utah, gewonnen. Der Superheld der Halfpipe, Simon Dumont, lag bereits 35 Punkte zurück mit Xavier Bertoni und Mike Riddle knapp dahinter. Eine Top-5-Platzierung beim Finale reichte Jossi daher in jedem Fall aus, um sich die begehrte Trophäe zu sichern.

SUPERPIPE NICHT SUPER

Beim Superpipe-Finale am Samstag herrschte blauer Himmel, die Bedingungen waren aber dennoch nicht perfekt. Die Anlage in Mt. Snow, eines der führenden Freestyle-Gebiete an der amerikanischen Ostküste, war einfach nicht groß genug für das unglaubliche Niveau, das die Top-Athleten der Halfpipe in den letzten Wochen etabliert haben. Kevin Rolland zum Beispiel, eine Woche zuvor noch X Games-Sieger in Aspen mit drei Double Flips in einem Run, qualifizierte sich nicht einmal fürs Finale, da er wegen der zu geringen Sprunghöhe auf diese Tricks verzichtete. Simon Dumont dagegen bewies, dass er immer noch zu den Besten gehört. Der Superpipe-Veteran zeigte seine bekannt hohen Airs sowie einen Double Flip im letzten Run. Mit einem 900°, Rightside 900°, Double Flare, Alley-oop 720° und einem abschließenden Switch 720° verdrängte er den bis dahin führenden Tucker Perkins. Justin Dorey, der einzige Fahrer neben Simon Dumont und Tucker Perkins, der in Mt. Snow einen Double Flip riskierte, wurde Dritter.

JOSSI WELLS AUF KURS

Jossi Wells ging auf Nummer sicher. Im Bewusstsein seiner klaren Führung in der Gesamtwertung verzichtete er diesmal auf seinen Double Flip, den der ATOMIC Teamfahrer bei seinem zweiten Platz eine Woche zuvor in Aspen bei den X Games noch perfekt gezeigt hatte. Sein Run aus 900°, Rightside 900°, 540°, Rightside 720°, Switch 720° Shifty und Alley-oop Flatspin 540° zeigte zwar den gewohnt großartigen Style, konnte aber die technischeren Läufe der Top 3 nicht herausfordern. Doch sein fünfter Platz knapp hinter Xavier Bertoni reichte aus. Jossi Wells hielt Simon Dumont in der Tourwertung mit 5 Punkten auf Distanz und sicherte sich so seinen ersten Dew Cup. Als sein Triumph feststand, zeigte sich Jossi überglücklich: „ Es war eines meiner großen Saisonziele die Dew Tour zu gewinnen. Jetzt den Cup in meinen Händen zu halten, könnte sich gar nicht besser anfühlen.“

 
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