Andreas Håtveit gewinnt Dew Cup
Ein zweiter Platz am Mt. Snow, Vermont, sicherte Andreas Håtveit den Sieg in der Slopestyle-Gesamtwertung der Dew Tour. Mit 3 Podiumsplätzen bei drei Wettkämpfen, inklusive eines Sieges in Breckenridge, Colorado, errang der ATOMIC Teamfahrer die begehrte Trophäe der wichtigsten Freeski-Eventserie.
Es ist Hochsaison für Contest-Fahrer. Nur eine Woche nach den X Games in Aspen stand am Mt. Snow in Vermont bereits das nächste Event-Highlight an. Das Resort an der amerikanischen Ostküste war Schauplatz des Finales der Dew Tour, der prestigeträchtigsten Eventserie des Freeski-Kalenders mit Live-Übertragungen im landesweiten Fernsehen. Als es ins Finale ging, hatten noch fünf Fahrer die Chance die Tour zu gewinnen, darunter das gesamte X Games-Podium bestehend aus Bobby Brown, Andreas Håtveit und Sammy Carlson. Die Favoriten waren aber natürlich die bis dahin gemeinsam Führenden Andreas Håtveit und Tom Wallisch, für die beide jeweils ein Sieg und ein zweiter Platz zu Buche standen.
Als es darauf ankam, verschwendete Andreas Håtveit keine Zeit seine Ansprüche zu unterstreichen. Eine Combo aus Switch 450° On und 450° Off an den oberen Rails, gefolgt von einem Switch Rightside 900°, einem Misty 630° von der Canon Box sowie einem 270° aufs Down Rail und zum Schluss ein Switch 900° auf Double Cork 1080° in der Kicker Line bedeuteten die Führung nach dem ersten Durchgang. In der zweiten Runde setzte Bobby Brown noch einen drauf mit 450° Disaster auf 450° Off, Switch Rightside Misty 900°, 630° von der Canon Box, 270° On 270° Off aufs Down Rail und eine Combo aus Switch Misty 900° und Double Cork 1260° über die unteren Kicker. Mit einem wirklich makellosen Lauf zog der Breckenridge-Local am Norweger vorbei und sicherte sich neben einem weiteren Contest-Sieg den zweiten Platz in der Dew Tour Gesamtwertung.
Sonst schaffte es an diesem Tag jedoch niemand mehr, an Andreas Håtveit vorbeizuziehen. Tom Wallisch wurde Siebter und holte sich damit den dritten Gesamtrang. Sammy Carlson beendete den Tag als Dritter und die Tour als Vierter. Andreas’ Teamkollege bei ATOMIC, Jossi Wells, hatte vielleicht den besten Run des Tages, bis er am letzten Kicker verkantete. Ein weniger perfekter erster Durchgang reichte immerhin zu Platz acht am Mt. Snow und zum sechsten Platz insgesamt. Als Andreas Håtveit zum zweiten Mal auf den Kurs ging, war ihm der Tour-Titel schon sicher. Mit diesem großen Erfolg im Rücken und nach einer wackligen Landung im oberen Abschnitt entschloss er sich daher das Publikum mit einigen Old-School-Tricks zu unterhalten, darunter ein Layout Backflip am letzten Kicker. Im Ziel war der 23-Jähre mehr als zufrieden mit seinem Erfolg: „Die Leute halten mich für einen sehr konstanten Skifahrer, also ist es großartig dafür auch belohnt zu werden!“ Einen Sieg und zwei zweite Plätze bei drei Auftritten als konstant zu bezeichnen, ist typisch skandinavische Zurückhaltung.
